Termine
Sie sind der 19633. Besucher

9. Reisebericht von Markus Walser

Bericht aus Norwegen und Finnland
Auch wenn ich meine Karriere beendet habe, versuche ich mich weiterhin ab und zu auf der Homepage des Skiclubs zu melden.
Mitte November bin ich wieder einmal nach Norwegen verreist. Einerseits musste ich nach Meråker um eine mündliche Prüfung abzulegen. Andererseits fand in Beitostølen der erste Langlaufweltcup der Saison statt. Zuerst zu meiner Prüfung. Ich musste einen halbstündigen Vortrag über eine Forschungsarbeit, welche ich im Mai abschliessen werde, halten und anschliessend wurden mir noch einige Fragen gestellt. Da ich erst zwei Tage vor der Prüfung anreiste, war meine Vorbereitungszeit ziemlich knapp und ich kam ein wenig in den Stress. Zu meiner eigenen Überraschung ging die Prüfung ganz gut und ich bekam für meinen Vortrag die Bestnote. Am selben Tag musste ich nach Oslo fliegen um von dort weiter nach Fagernes zu fliegen. Der Flug nach Oslo verlief ohne Probleme, dann jedoch begann das Abenteuer. In Fagernes versuchten wir drei mal zu landen, wegen zu starken Windes verkündete der Pilot jedoch, dass wir wieder umkehren müssen und nicht landen können. Also flogen wir wieder zurück nach Oslo wo wir mit einem Bus nach Fagernes transportiert wurden. Zu allem Unglück wurde dann in Oslo auch noch mein Skisack verloren. Schlussendlich kam ich dann um 2.00 Uhr in der Nacht in Beitostølen an, anstatt wie geplant um Abends um 18.00 Uhr.
Am Freitag hiess es dann früh aufzustehen um für die Australier zu wachsen und Skis zu testen. Dies bedeutet für mich 6 Stunden auf den Skis. Am Samstag mussten wir noch früher aufstehen, da ja das erste Rennen der Saison war. Von morgens um 8 bis Abends um 17.00 Uhr war ich andauernd auf den Skis oder im Waxraum. Die Arbeit hat sich jedoch gelohnt. Ein Athlet der Australier kam als 30. ins Ziel und holte damit erst zum zweiten Mal überhaupt für die Australier Weltcuppunkte. Am Abend mussten wir diesen Erfolg natürlich noch ein wenig feiern, bevor es dann am Sonntag Morgen mit dem Teambus nach Kuusamo ging. In Kuusamo angekommen hiess es dann wiederum von morgens bis abends Skis zu wachsen oder für die Athleten Skis zu testen. Am Samstag dem 28. November stand dann ein Sprintrennen auf dem Programm. Die Australier hatten 3 Athleten am Start. Leider verlief das Rennen nicht ganz nach unseren Vorstellungen. Einerseits waren die Athleten nicht wie gewünscht in Form, andererseits waren jedoch die Skis auch nicht optimal. Am Sonntag wurde dann im klassischen Stil über 10 beziehungsweise 15 Kilometer gestartet. Unsere Athleten konnten den Erwartungen entsprechen und sie waren auch mit den Skis zufrieden. Ein Athlet konnte sein bestes Weltcupergebniss realisieren und die anderen zwei Athleten/-innen konnten auch ein gutes Resultat erzielen. Direkt nach dem Rennen packten der Trainer und ich den Bus und nahmen die lange Reise von Kuusamo nach Davos in angriff. Dies bedeutet drei Tage lang durch Finnland, ganz Schweden und schliesslich Deutschland zu fahren. In Freiburg in Deutschland machten wir dann noch einen kurzen Stopp um uns den Ort, wo im Januar die Junioren und U23 Weltmeisterschaft stattfindet, anzuschauen. Voraussichtlich  werde ich dann dort als Cheftrainer der australischen Junioren dabei sein, da der Trainer mit den Weltcupathleten bereits in Canada sein wird.
Dienstag Nacht dem 1. Dezember kamen wir dann in Davos an. Am Freitag Morgen verreiste ich dann mit dem BSV bereits wieder ins Goms, wo das erste FIS-Rennen stattfand. Wir Trainer und auch die meisten Athleten konnten ein erfolgreiches Wochenende erleben und zu meiner Befriedigung hatten die Athleten an beiden Tagen gute Skis.
Nach dem Wochenende im Goms wechselte ich dann wieder vom BSV zum Lager der Australier. Für den Weltcup in Davos hiess es dann wiederum Skis zu wachsen und zu testen. Am Samstag im Distanzrennen hatten die Athleten ein wenig mit der Höhe und der harten Strecke zu kämpfen. Insgesamt waren die Athleten jedoch mit ihrer und der Leistung der Servicecrew zufrieden. Am Sonntag im Sprint hatten wir dann wieder ein kleines Erfolgserlebnis. Mit guten Skis konnte ein Athlet sein bestes Weltcupergebnis erreichen.
Nun habe ich zwei Tage zeit um mich ein wenig zu erholen, bevor es dann am Mittwoch mit den Australiern nach Slowenien geht. Dort stehen für die Athleten nochmals zwei wichtige Weltcuprennen auf dem Programm. Es ist die letzte Chance um sich für die olympischen Spiele in Vancouver zu qualifizieren. Interessierte Leser können unter http://www.hoppet.com.au/xc/xcfiles/reports/r_0910.htm mehr vom australischen Team erfahren.
Nach den Wettkämpfen in Slowenien werden die Australier dann nach Kanada reisen und ich habe dann wieder mehr Zeit für meine Aufgabe als Trainer der Trainingszelle Davos/Klosters.
Nun wünsche ich allen Lesern schöne Festtage und vielleicht werde ich den einen oder andern Läufer auch auf den Loipen von Klosters sehen.




Veröffentlicht am:
21:39:29 16.12.2009 von ursina casanova

Letzte Aktualisierung
21:46:38 16.12.2009